Zutaten für 6 Portionen
- 1/2 l Milch
- 2 Stk Eier
- 6 EL Weizenmehl
- 40 g Butter
- 1 Prise Salz
- nach Belieben Staubzucker zum Bestreuen
- 8 EL Marmelade
Nährwerte
pro Portion- 295 Kalorien
- 8 g Eiweiß
- 11 g Fett
- 42 g Kohlehydrate
Tags
- Vegetarisch
- Dessert
- Comfort Food
- Quick and Easy
- Hausmannskost
- Fast Food
- Snacks
- Preiswert
- Österreich
- Alkoholfrei
- Laktosehaltig
- Glutenhaltig
- Nussfrei
- Frankreich
Bemerkung des Kochs
Das ist das süße Geschwisterl von Omas Fritattensuppe. Wenn meine Oma Palatschinken macht, dann sind die so dünn, dass man fast durchschauen kann. Letzte Woche sind wir gemeinsam in ihrer Küche gestanden und ich hab endlich mitgeschrieben und mitfotografiert, damit dieses Rezept nie verloren geht. Bevor meine Oma Fritatten schneidet, gibt es die ersten paar Palatschinken immer frisch und heiß aus der Pfanne mit Marmelade. Oder einfach zerstört als "Zrissene" von der Hand in den Mund. Das war schon so, wie ich ein kleiner Bub war, und das wird hoffentlich immer so bleiben. Das ganze Geheimnis sind drei Dinge: vor jeder Palatschinke ein kleines bisschen Butter in die Pfanne, wirklich wenig Teig, und ein Teig, der vom Schneebesen leicht gebunden heruntertropft. Mehr braucht es nicht. Außer vielleicht eine Oma.
Arbeitsschritte
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Milch in die Schüssel
Ein halber Liter Milch kommt in die Rührschüssel. Oma schüttet das frei Hand und trifft es trotzdem jedes Mal, ich brauch dafür einen Messbecher. 0,5 Liter, mehr Wissenschaft ist das nicht.
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Zwei Eier
Zwei Eier aufschlagen und dazu. Oma klopft sie ganz sanft am Schüsselrand an, da landet kein einziges Stückerl Schale im Teig. Bei mir ist das eher Glückssache.
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Verquirlen
Eine Prise Salz dazu (ja, auch wenn's süß wird, das gehört so) und mit dem Schneebesen alles gut verquirlen, bis Milch und Eier eins sind.
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Mehl löffelweise
Jetzt das Mehl, und zwar einen gehäuften Esslöffel nach dem anderen, insgesamt 6. Nach jedem Löffel gut rühren, dann bleibt der Teig glatt und ihr müsst nachher keine Klumpen jagen.
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Der Schneebesen-Test
So schaut der fertige Teig aus. Ob er passt, zeigt euch der Schneebesen: herausheben und schauen wie es heruntertropft. Rinnt es nicht mehr ganz wie Milch, sondern ist leicht gebunden, dann ist er genau richtig. Zu dick? Ein Schluck Milch dazu. Zu dünn? Noch ein bisserl Mehl.
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Butter in die Pfanne
Eine beschichtete Pfanne heiß werden lassen und ein kleines bisschen Butter hinein. Wirklich nur ein bisschen, das reicht. Und das Wichtigste gleich vorweg: Oma macht das vor jeder einzelnen Palatschinke, nicht nur vor der ersten.
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Die richtige Hitze
Bei Omas Herd ist das ungefähr die Mitte vom Regler. Heiß genug, dass der Teig sofort anzieht, aber nicht so heiß, dass die Butter braun wird. Jeder Herd ist da ein bisschen anders, nach der zweiten Palatschinke wisst ihr wo ihr hingehört.
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Wenig Teig!
Jetzt kommt das eigentliche Geheimnis: wirklich sehr wenig Teig in die Pfanne, nicht einmal ein voller Schöpfer, und sofort schwenken damit er sich hauchdünn verteilt. Je dünner, desto besser. Wenn ihr glaubt es ist zu wenig, passt es wahrscheinlich genau.
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Wenden
Sobald die Oberfläche nicht mehr glänzt und sich der Rand löst, wird gewendet. Die Erste wird nie schön, das ist ein Naturgesetz. Macht nix, die wird sowieso sofort aufgegessen.
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Eine nach der anderen
Und so geht es weiter: bisschen Butter, wenig Teig, schwenken, wenden. Die Butterdose bleibt gleich neben dem Herd stehen. Oma macht das mit einer Ruhe, von der ich mir gern was abschauen würde.
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Goldbraun
- Dauer: 2 Min.
So soll sie ausschauen: hauchdünn, mit feinen Bläschen und einem zarten goldbraunen Muster. Pro Seite dauert das ungefähr eine Minute.
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Hauchdünn
So dünn, dass man fast die Rosen vom Teller durchsieht. Dass da einmal eine einreißt ist kein Fehler, sondern der Beweis, dass ihr alles richtig gemacht habt. Bei uns heißen die "Zrissene" (oder "Zerfetzte", je nachdem wen man fragt) und die werden gleich von der Hand in den Mund gegessen.
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Marmelade, rollen, Zucker
Die fertigen Palatschinken am Teller stapeln, dann bleiben sie warm und weich. Jetzt eine nach der anderen dünn mit Marmelade bestreichen (bei uns war es Marillenmarmelade, es geht aber jede die ihr mögt), einrollen und Staubzucker drüber. Am besten noch warm essen, und am allerbesten bei Oma am Küchentisch ❤️